Codes in Lyrik und Poesie

Im Rahmen unserer loq12-Verschwörungstheorien-Aufklärung behandeln wir u.a. die Thematik vorherrschender, teils numerischer, Codes in ausgewählten poetischen Werken. Jene Frage, die sich gleich zu Beginn dieser Einleitung stellt, besteht darin, wieso und weshalb sich ein Autor die Mühe macht, etwaige codierte Hinweise in ein lyrisches Gedicht, einen poetischen Spruch oder Zitat einzubauen? Genau genommen verlangt dies doppeltes Geschick, da einerseits die Poesie richtig verarbeitet werden muss, d.h. mit passenden Reimschemata sowie korrekter Versteilung, andererseits entsprechende Codes in Einklang mit dem poetischen Inhalt eingepflegt werden müssen. Dies bedeutet, dass der Einbau von Codes in beispielsweise Geburtstagssprüche so erfolgen muss, dass die poetische Einheit bzw. Sinfonie nicht gestört wird. Baut der Autor den Inhalt gemäß dem Code auf, so wird der eigentliche „Touch“ des Werkes verändert. Aus diesem Grunde muss der Inhalt einer Poesie bereits bestehen, um erst im Nachhinein einen etwaigen Code – gemäß einem klar definierten Prinzip – dementsprechend integrieren zu können. Ein gleichzeitiger Aufbau von Inhalt sowie Code ist nicht möglich!

Doch wie vollzieht sich der Einbau von Codes in Gedichten, Sprüche, Zitaten oder sonstigen lyrischen Werken? Als Laie hat man sich dieses Vorgehen so vorzustellen, dass einzelne Wörter im Rahmen eines Gedichtes – beispielsweise hinsichtlich deren Buchstabenanzahl, deren ersten vorkommenden Buchstaben oder der Alphabets-Position des ersten Buchstabens eines Wortes – seitens des Autors mit Zahlen, Ziffern oder etwaigen anderen Zeichen versehen werden. Die Entschlüsselung erfolgt dabei gemäß eines eindeutigen Prinzips, das für den Autor selbst zwar eindeutig erscheint, für einen normalen Leser jedoch nicht erkennbar ist. Dies bedeutet, dass ein mittels eines entsprechenden Codes verfasstes lyrisches Werk auf einem einzigen Entschlüsselungsprinzip basiert, wodurch ausgeschlossen werden kann, dass Kombinationsprinzipen verwendet wurden.

Als Beispiel können diesbezüglich Geburtstagswünsche angeführt werden. Ein Geburtstagswunsch soll eine persönliche Widmung darstellen bzw. nette und aussagekräftige Worte für das Geburtstagskind enthalten. Es konnte identifiziert werden, dass viele Autoren in persönlich verfassten Geburtstagswünschen einen Code versteckt hatten, die dem Jubilar bzw. der Jubilarin Glück bringen sollte. Der Grund für einen verstecken Einbau eines Codes besteht darin, dass der damit verbundene Glückwunsch persönlich von Herzen kommt und innige Worte nicht an die Öffentlichkeit gebracht werden müssen, um deren Wirkung zu erlangen. Viele Codes offenbaren sich nach ihrer Entschlüsselung im Rahmen von Geburtstagswünschen als Worte wie „Glück“, „Zufriedenheit“ oder „Gesundheit“ bzw. ebenso als wichtige Daten, die mit dem Geburtstagskind in enger Verbindung stehen.

Diese Code-Generierung im Rahmen der Lyrik und Poesie wurde ebenso erfolgreich für Zitate Geburtstag, persönliche Widmungen zu einem besonderen Jubiläum wie beispielsweise zur Hochzeit und vielen weiteren angewendet. Autoren, die sich mit dem Einbau von Codes in lyrische Werke befassen, sind der Meinung, dass dies dem jeweiligen Werk eine persönliche Note verleiht, sodass das Gedicht, der Spruch oder das Zitat mit der jeweiligen Person in eine besondere Harmonie eintaucht.

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